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0_Verkehr_NEU & Aktuell & MdB Maria Klein-Schmeink & Partei » Lärmschutz ist Gesundheitsschutz
11Jul

Lärmschutz ist Gesundheitsschutz

Maria Klein-Schmeink und Axel Pape bei der Phonmessung an der B 51 mit BI Mauritz

Die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink, Ratsherr Carsten Peters und Kreisvorsitzender Wilhelm Breitenbach, machten sich bei bestem Wetter, kühlem Bier und Grillwürstchen vor Ort ein Bild vom Lärm an der Umgehungsstraße. Die BI Mauritz hatte in einen Garten direkt an der Umgehungsstraße eingeladen. Axel Pape von der BI Mauritz demonstrierte mit einem Phonmessgerät, dass hier des Öfteren am Tag und in der Nacht die zulässigen Schallgrenzen von 65/45 DbA deutlichst überschritten werden. 95,7 DbA sind eine massive Überschreitung und sind als Lärm jenseits gesundheitsverträglicher Grenzen einzustufen. Dieser Wert wird an der Umgehungsstraße häufig erreicht, auch spät abends und in der Nacht. Auch wenn jetzt mit dem Ausbau der Umgehungsstraße eine Lärmschutzwand  kommt, wird Lärm weiter zum Alltag der Anwohnerinnen und Anwohner gehören. Denn es ist mit einer weiteren Verkehrssteigerung zu rechnen, insbesondere der schwere Lastverkehr hat sich zunehmend in die Randstunden des Tages verlagert.

Schon mit einer Geschwindigkeitsreduzierung von 70 auf 50 km/h wie von der Grünen Ratsfraktion beantragt würde sich der Lärmpegel halbieren können. Alle diesbezüglichen Regulierungsanträge wurden bisher im Kompetenzgerangel nicht richtig behandelt. Von Feinstäuben und Abgasen konnten an dem Nachmittag keine Messungen vorgenommen werden – diese sollen aber folgen.

Maria Klein-Schmeink fühlt sich als Gesundheitspolitikerin gefordert. „Lärm, Abgase und Feinstaub haben nachgewiesener Weise erhebliche gesundheitliche Folgen. Deshalb sollte man alles tun um Gesundheitsschäden gar nicht erst entstehen zu lassen. Eine Eintunnelung des Umgehungsverkehres wäre tatsächlich die beste Lösung, ist aber nach derzeitiger Ausbau- und Planungslage wohl unrealistisch, wenn nicht durch die Gerichte eine neue Sachlage hergestellt wird. Aber eine Geschwindigkeitsreduzierung sollte machbar sein. Immerhin führt der Verkehr durch Wohngebiete oder direkt an ihnen vorbei. Auch an der Weselerstraße, ebenfalls eine Bundesstraße, konnte am Ende eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 km/h durchgesetzt.

Die beteiligten Grünen wollen sich auf ihren Ebenen und mit ihren Mitteln dafür einsetzen. „Wir werden einen neuen Anlauf für die Geschwindigkeitsreduzierung unternehmen“, so GAL-Ratsherr Carsten Peters. Der Lärmaktionsplan der Stadt Münster sollte sich ihrer Meinung nach auch mit dem Lärm an allen Bundestrassen, die innerstädtische Areale betreffen, auseinandersetzen.

Verfasst am 11.07.2017 um 11:31 Uhr