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0_Gesundheit_NEU & 0_Umwelt_NEU & 0_Verkehr_NEU & MdB Maria Klein-Schmeink & Partei » Oliver Krischer und Maria Klein-Schmeink messen Stickstoffdioxid mit eigenem Messgeräten
21Sep

Oliver Krischer und Maria Klein-Schmeink messen Stickstoffdioxid mit eigenem Messgeräten

Mit eigenem Messgerät haben die Bundestagsabgeordneten Maria Klein-Schmeink und Oliver Krischer am gestrigen Mittwoch begonnen, die Stickoxid-Belastung der Luft vor dem Hauptbahnhof Münster zu messen. Von Stickoxiden, verursacht hauptsächlich durch Dieselfahrzeuge, gehen große Gesundheitsrisiken aus: sie können schwere Lungen- und Herz-Kreislauferkrankungen auslösen. „Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf. Nach Berechnungen der Europäischen Umweltagentur sind mehr als 10.000 Todesfälle in Deutschland auf Verkehrsemissionen zurückzuführen. Das sind drei Mal mehr als es Unfalltote in Deutschland gibt!“ so Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink.

Die Konzentration von Stickoxiden ist je nach Standort auch innerhalb einer Stadt sehr unterschiedlich. „Daher haben wir Grünen Messgeräte erworben, die zuverlässig und genau sind, und werden damit an mehreren Stellen Messungen durchführen. Solche Teströhrchen stellen wir gerne auch den Bürgerinitiativen und allen Interessierten zur Verfügung“ bietet Maria Klein-Schmeink an.

Auch in Münster wurden in diesem Jahr an zwei Messstationen die Grenzwerte für Stickoxide tageweise überschritten. Während für Feinstaub die Schutzmaßnahmen wie Umweltzonen, Wirkung zeigen, ist die Situation bei Stickoxiden weiterhin dramatisch. So zeigen die Veröffentlichungen des LANUV, dass an 60 von 127 Messstellen in NRW der EU-Grenzwert für die mittlere Jahresbelastung nicht eingehalten wird.

Unabhängige Abgasmessungen zeigen, dass selbst neue Euro 6-Diesel-Autos fast aller Hersteller, die Grenzwerte zwar auf dem Teststand, nicht aber auf der Straße einhalten. Zum Teil überschreiten auch noch Neufahrzeuge den Grenzwert um mehr als das zehnfache. Weil die Belastung in den Innenstädten nicht zurückgeht, fordern Gerichte inzwischen Fahrverbote für viele Stadtzentren.

„Die Autoindustrie und Verkehrsminister Dobrindt sind in der Verantwortung, Fahrverbote zu verhindern. Es ja nicht sein kann, dass Autofahrer das Tricksen und Betrügen der Autoindustrie und mit freundlicher Unterstützung der Bundesregierung ausbaden sollen. Deshalb fordern wir  Autoindustrie und Bundesregierung auf, Dieselautos  technisch so umzurüsten, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Allein Software-Updates sind keine Lösung. Da die Industrie das Problem verursacht hat, muss sie natürlich auch für die Umrüstung aufkommen. Nur so lassen sich Fahrverbote vermeiden.“, so Oliver Krischer, für die Grünen Mitglied im Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestags, weiter.

Verfasst am 21.09.2017 um 12:07 Uhr