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09Apr

Frühe Hilfen für Familien mit kleinen Kindern

Grüne informieren sich vor Ort in Coerde

fotocoerdeweb

(v.l.): Peter Griese, Anja Gottsky, Jutta Möllers, Maria Klein-Schmeink

Über die Stadtteilkoordination der Frühen Hilfen für Familien mit kleinen Kindern informierten sich die Oberbürgermeister-Kandidatin Maria Klein-Schmeink und die Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugendliche und Familien, Jutta Möllers.
Peter Griese vom Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE) zeigte an beeindruckenden Beispielen den Vorteil koordinierter Hilfen im Stadtteil auf. „Das A und O sind der direkte Draht zu den Familien im Stadtteil und die verantwortliche und miteinander abgestimmte Zusammenarbeit aller Akteure vor Ort.“ Ziel der Frühen Hilfen sei es, so früh wie möglich besonders jungen Familien in schwierigen Lebenslagen oder mit besonderen Belastungen im Stadtteil unkompliziert Beratung und Unterstützung durch ihnen bekannte und akzeptierte Vertrauenspersonen möglich zu machen. Für OB-Kandidatin Klein-Schmeink ist klar, dass das Konzept der sozialräumlichen Koordination in Coerde den richtigen Weg gehe und die sozialen Hilfen direkt zu den Menschen bringe. Wichtig dafür sei es, dass „Hilfe ein Gesicht“ bekomme und so Hemmschwellen für die Inanspruchnahme von öffentlichen Hilfen abgebaut würden. Das Angebot müsse aktiv auf die Familien zugehen und nicht darauf warten, dass sie von selbst den Weg dorthin fänden.
Griese betonte, dass sich die Aufgabe nicht nur auf die Familien mit kleinen Kindern beschränke. Zunehmend würden auch Präventionsprojekte für 10-14jährige wie das Projekt „Coenige“ zur Prävention von Delinquenz entwickelt und durchgeführt. Oft wissen die Kids nicht, was passiert, wenn man etwas Strafbares getan hat, so Möllers. Genau hier setzt das Präventionsprojekt Coenige an, klärt auf, informiert, zeigt Hilfsangebote auf nach der Prämisse „frühe Hilfen statt später strafen.“.
Eine wichtige Aufgabe sei zudem , das Stadtteilleben zu stärken, alle im Stadtteil arbeitenden Gremien, Arbeitskreise zu vernetzen und auch engagierte Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen. So könnten etwaige Probleme und Konfliktsituationen zeitnah angegangen werden. Als Beispiel wurde eine hohe Lärmbelästigung durch Gruppen von Jugendlichen in Sommermonaten genannt, die sich durch Einbeziehung akzeptierter junger Kontaktpersonen recht schnell in konstruktive Bahnen bringen ließen.
Für die Stadtteilkoordination ist die Info-Börse in der Stadtbücherei am Hammanplatz zu einer festen Informationsplattform geworden. Dort finden sie oft in vielen Sprachen Hinweise zu allen für Familien wichtigen Unterstützungsangeboten. Im Gespräch mit den Fachleuten waren die beiden grünen Frauen sehr angetan über das engagierte Miteinander der Einrichtungen und der engagierten Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

Verfasst am 09.04.2015 um 11:31 Uhr