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17Aug

GAL: Hofreiters Lob an die Stadt Münster zum Divestment berechtigt – Handeln der Verwaltung mehr als überfällig

Die GRÜNEN freuen sich über das Lob von Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Hofreiter hatte unter Hinweis auf den beschlossenen Antrag „Konsequentes Eintreten für Menschenrechte und Umweltschutz – auch bei den Finanzen“ die Divestmentaktivitäten Münsters gewürdigt. Zu Recht und keineswegs voreilig, wie GAL-Fraktionssprecher Otto Reiners findet.

Schließlich habe sich der Rat, wenn auch leider nur mehrheitlich mit den Stimmen von SPD, Linken, Piraten und GRÜNEN, eindeutig für ein Divestment, d.h. einen Abzug von aus ethisch und ökologisch problematischen Kapitalanlagen, ausgesprochen. Genau darauf zielte die Äußerung Hofreiters ab.  Seit gut elf Monaten warte die Politik jetzt schon auf eine konkrete Umsetzungsvorlage, in der die ethischen und ökologischen Standards in den Anlagerichtlinien berücksichtigt werden, so Reiners.  Dabei sei eine zeitnahe Anpassung der Anlagerichtlinien mit Blick auf die Finanzen der Stadt Münster durchaus von Bedeutung. Der Finanzmarkt habe schon eine Menge von Spekulationsblasen platzen sehen. Neuerdings warnen die Finanzexperten immer häufiger vor Investitionen in fossile Energieträger wie Kohle, da diese ein hohes Finanzrisiko enthielten. Fachleute sprechen von einer „carbon bubble“. Auch die beiden Fonds, in dem die Stadt Münster einen zweistelligen Millionenbetrag für Rückstellungen in Pensionen oder die Mülldeponie hält, beinhalten Aktien von Energieunternehmen, deren Aktien auf Grund eines zu großen Anteils an fossilen Ressourcen gegenwärtig noch überbewertet sind. Beobachte man beispielsweise die aktuellen Entwicklungen in den USA, so könne man feststellen, dass die Investoren an der Wall Street den Ausstieg aus der Kohle bereits eingepreist hätten: Die Aktien einst führender Energieunternehmen wie „arch coal“ oder „alpha natural resources“ hätten in den letzten Monaten massive Kursverluste erlitten. Reiners: „Klar ist, dass Energiekonzerne wie Exxon, Shell oder BP ein schwerwiegendes, ja sogar existenzbedrohendes Problem bekommen, wenn die Staats- und Regierungschefs auf dem Klimagipfel mit dem Zwei-Grad-Ziel ernst machen und dem Ausstoß an Treibhausgasen Grenzen setzen.“

Deshalb ist es höchste Zeit, dass die Kämmerei die eigentlich schon vor der Sommerpause angekündigte Änderung der Anlagerichtlinie vollzieht. Mit der Änderung der Anlagerichtlinie, wird dann u.a. der Rückzug aus Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie konkretisiert. Reiners: „Münster minimiert mit dem Divestment nicht nur das ökonomische Risiko für den kommunalen Haushalt sondern macht vor allem einen weiteren Schritt in Richtung Klimaschutz.“

Verfasst am 17.08.2015 um 15:37 Uhr