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01Mrz

Pflegenotstand erreicht Münster

(v.l.) Maria Klein-Schmeink MdB und Gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, Melanie Meier, Thiemo Kisnat (Altenpfleger), Stephanie Kisnat (Altenpflegerin), Harald Wölter (Ratsherr und gesundheitspolitischer Sprecher), Mirko Hajek (AG Initiator)

Die GRÜNEN in Münster haben am vergangenen Samstag in der Ludgeristraße unter dem Motto „Pflege-Not-Stand“ über gravierende Missstände im Bereich der Kranken- und Altenpflege in Münster und bundesweit informiert. Maria Klein-Schmeink, Münsteraner Bundestagsabgeordnete, war als Ansprechpartnerin für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

„Bundesweit fehlen zehntausende Pflegekräfte. Die Folgen für unser Pflege- und Sozialsystem sind verheerend. Wir müssen hier sofort gegensteuern“, so Maria Klein-Schmeink. Zu diesem Zweck haben Bündnis 90 / Die GRÜNEN im Januar ein milliardenschweres Sofort-Programm im Bundestag eingebracht, um neue Pflegestellen zu schaffen und die berufliche Situation von Pflegekräften und in der Betreuung zu stärken. „Leider wurde unser Antrag mit Stimmen der CDU/CSU und SPD auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Scheinbar hat die künftige große Koalition kein ernsthaftes Interesse, zielgerichtete Pflegepolitik zu betreiben“, so Klein-Schmeink weiter.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten trotz frostigen Wetters die Gelegenheit, um mit den Grünen und ihrer Abgeordneten ins Gespräch zu kommen. „Der Pflegenotstand trifft uns auf allen Ebenen. Während wir in Münster seit vielen Jahren erfolgreich eine menschenwürdige und wohnortnahe Pflegeinfrastruktur und altengerechte Quartiere fördern, legt die neue CDU-FDP-Landesregierung den Rückwärtsgang ein. Statt kleiner und überschaubarer Wohn- und Hausgemeinschaften, will die Landesregierung den Vorrang ambulanter Einrichtungen aufheben und wieder mehr stationäre Großeinrichtungen schaffen“, ergänzt GAL-Ratsherr Harald Wölter.

Anwesend am PflegeNotStand waren auch zwei Altenpfleger aus dem Grünen KV Münster, um auf pflegerische Fachfragen der Passant*innen eingehen zu können. Die Auswirkungen des Personalmangels in der Pflege konnten sie hier ganz direkt beschreiben. Pflegekräfte müssten oft gegen ihr Gewissen handeln, um ihre Arbeit schaffen zu können, so eine ihrer Aussagen.

Fragenden konnten sie hier auch mehrfach das „Infobüro Pflege“ der Stadt Münster nahelegen, wenn Menschen konkrete Fragen zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung hatten oder auf der Suche nach einer passenden Form der Unterbringung waren. Dem PflegeNotStand in der Ludgeristraße sollen schnell weitere Aktionen folgen, um gesellschaftlich und politisch für die Belange der Pflege zu sensibilisieren. Hierzu trifft sich die AG Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit jeden zweiten Dienstag im Grünen Zentrum an der Windthorststaße, um die pflegepolitische Öffentlichkeitsarbeit weiter zu fördern.

Verfasst am 01.03.2018 um 12:00 Uhr