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0_Planung_NEU & 0_Umwelt_NEU & 0_Verkehr_NEU & Fraktion » GRÜNE fordern Planungsstopp für den Ausbau der Tank- und Rastanlage Münsterland-Ost
01Feb

GRÜNE fordern Planungsstopp für den Ausbau der Tank- und Rastanlage Münsterland-Ost

Die grüne Ratsfraktion hat sich mit einer Eingabe gegen das Planvorhaben für den Ausbau der Tank- und Rastanlage Münsterland-Ost im Stadtteil Roxel ausgesprochen und gleichzeitig die Einstellung der Planungen gefordert. Bereits der Planungsanlass sei unbegründet, denn die erforderlichen Rast- und Stellplätze könnten an anderen Stellen entlang der A 1 nachgewiesen werden. So gebe es Flächen im Ruhrgebiet oder im angrenzenden niedersächsischen Bereich, die geeignet sind.

Die Überplanung von einer Fläche mit der Größe von insgesamt 85.000 Quadratmetern sei nicht zu rechtfertigen. „Das Planungsvorhaben zerstört ein Landschaftsschutzgebiet, das für Münster und den Stadtteil Roxel von besonderer ökologischer und klimapolitischer Bedeutung ist. Mit dem zerstörten Landschaftsschutzgebiet wird zudem eine Frischluftschneise vernichtet, die wichtig für die Innenstadt Münsters ist und die Innenstadtbewohner*innen mit frischer Luft versorgt“, begründet GAL-Ratsherr Carsten Peters, verkehrspolitische Sprecher seiner Fraktion, warum das Planungsvorhaben insbesondere aus klimapolitischer Sicht abzulehnen sei. Durch die zusätzliche PKW-Konzentration werden erhebliche Schadstoffemissionen und Feinstaub ausgelöst, die für die davon Betroffenen mit erheblichen negativen gesundheitlichen Konsequenzen verbunden seien. Zahlreiche geschützte Tierarten – unter anderem Fledermäuse – wären durch diesen Eingriff ebenfalls massiv betroffen.

Auch seien die Fragen des Lärmschutzes nicht zutreffend eingeschätzt. Insgesamt ist mit Fahrzeugbewegungen in Höhe von 120.000 pro Woche zu rechnen; das wären mehr als drei Millionen Fahrzeugbewegungen pro Jahr. Die daraus resultierenden Lärmemissionen werden tagsüber Größenordnungen in Höhe von 98 dBA und nachts von 95 dBA erreichen. Das entspricht in etwa dem Schallpegel einer Diskothek, die Tag und Nacht in Betrieb ist. Dies könne Anwohner*innen nicht zugemutet werden, auch Lärmschutzwände könnten hier nicht ausreichend für Abhilfe sorgen.

Verfasst am 01.02.2019 um 15:32 Uhr