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Dez
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Do
18:30 Grüne Weihnachtsfeier @ Grünes Zentrum
Grüne Weihnachtsfeier @ Grünes Zentrum
Dez 13 um 18:30 – 23:00
Wir freuen uns mit euch auf einen adventlichen Abend mit einem politischen Jahresrückblick.
Dez
19
Mi
18:30 GRÜNER Treff @ Lichtermarkt St. Lamberti
GRÜNER Treff @ Lichtermarkt St. Lamberti
Dez 19 um 18:30 – 21:45
Einladung zum GRÜNEN Treff am Mittwoch, 19.12.18 um 18:30 Uhr Der letzte GRÜNE Treff in diesem Jahr findet am Mittwoch, 19.12.18 um 18:30 Uhr auf ...
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Jan
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19:00 AG Bildung @ Grünes Zentrum
AG Bildung @ Grünes Zentrum
Jan 15 um 19:00 – 21:00
 
Jan
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18:45 Grüner Treff @ Natürlich Unverpackt
Grüner Treff @ Natürlich Unverpackt
Jan 16 um 18:45 – 22:00
 
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19:00 AG Bildung @ Grünes Zentrum
AG Bildung @ Grünes Zentrum
Feb 26 um 19:00 – 21:00
 
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Pflege

 

 

Klein-Schmeink: “Die Personalsituation in der Pflege ist dramatisch …”

Zur Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zum Pflegepersonalmangel erklärt die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink:

„Die Personalsituation in der Pflege ist dramatisch, der Fachkräftemangel fast flächendeckend. In der gestrigen Anhörung zu den grünen Anträgen unterstützte daher auch ein Großteil der Sachverständigen die grünen Forderungen nach der Sofortfinanzierung von zusätzlichen 50.000 Pflegekräften für die Alten- und Krankenpflege.

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Pflegenotstand erreicht Münster

(v.l.) Maria Klein-Schmeink MdB und Gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, Melanie Meier, Thiemo Kisnat (Altenpfleger), Stephanie Kisnat (Altenpflegerin), Harald Wölter (Ratsherr und gesundheitspolitischer Sprecher), Mirko Hajek (AG Initiator)

Die GRÜNEN in Münster haben am vergangenen Samstag in der Ludgeristraße unter dem Motto „Pflege-Not-Stand“ über gravierende Missstände im Bereich der Kranken- und Altenpflege in Münster und bundesweit informiert. Maria Klein-Schmeink, Münsteraner Bundestagsabgeordnete, war als Ansprechpartnerin für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

„Bundesweit fehlen zehntausende Pflegekräfte. Die Folgen für unser Pflege- und Sozialsystem sind verheerend. Wir müssen hier sofort gegensteuern“, so Maria Klein-Schmeink. Zu diesem Zweck haben Bündnis 90 / Die GRÜNEN im Januar ein milliardenschweres Sofort-Programm im Bundestag eingebracht, um neue Pflegestellen zu schaffen und die berufliche Situation von Pflegekräften und in der Betreuung zu stärken. „Leider wurde unser Antrag mit Stimmen der CDU/CSU und SPD auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Scheinbar hat die künftige große Koalition kein ernsthaftes Interesse, zielgerichtete Pflegepolitik zu betreiben“, so Klein-Schmeink weiter. weiterlesen »

Grüne errichten Pflege-NOT-Stand in der Innenstadt

Die GRÜNEN sind am 24. Februar 2018 von 11.30 Uhr bis 16.00 Uhr in der Ludgeristraße 6/7 in Münster unter dem Motto “Pflege-NOT-Stand!” mit einem eigenen Infostand präsent. So wollen sie auf die dramatischen Zustände in der Alten- und Krankenpflege aufmerksam machen und für Ideen werben, um die Situation entscheidend zu verbessern.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der GRÜNEN, Maria Klein-Schmeink, wird genauso anwesend sein, wie Harald Wölter, der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen Ratsfraktion. Beide stehen für Gespräche bereit, ebenso Pflegekräfte aus den KV, die aus erster Hand von ihren Erfahrungen aus der Pflege berichten können. weiterlesen »

Selbstbestimmt leben im Quartier

Wohnraum für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf schaffen

Auch wenn sie pflegebedürftig sind oder eine umfassende Unterstützung benötigen, sollten Menschen selbstbestimmt leben und wohnen können. In den letzten Jahren haben wir in Münster mit dem “Masterplan altersgerechte Quartier inklusive” bereits eine wichtige Grundlage hierfür gelegt. Auch die Pflegebedarfsplanung stellt in Münster den Wunsch der Menschen, wo sie gepflegt und wohnen wollen, in den Mittelpunkt. weiterlesen »

Moderne Pflegebedarfsplanung

Im vertrauten Wohnumfeld leben und wohnen bleiben und nicht in ein Heim umziehen müssen, wenn sie pflegebedürftig werden – das wünschen sich die meisten Menschen. Um diesen Bedürfnissen entsprechen zu können, brauchen wir moderne Wohn- und Pflegeformen.

Das Angebot an umfassender Pflege – insbesondere durch den Ausbau von betreuten Pflegewohn- und Hausgemeinschaften in den Wohnquartieren – soll somit verbessert werden. Den Bedarf an einem weiteren Ausbau der stationären Pflege sehen wir nicht. Denn bereits heute verfügt Münster im Landes- wie auch Bundesvergleich über ein überdurchschnittlich hohes Angebot an Heimplätzen. Gefragt sind Alternativen für Menschen, die eine umfassende Pflege benötigen, aber auch weiterhin in der eigenen Häuslichkeit leben wollen. Dafür soll in den kommenden Jahren das Angebot an Pflegewohngruppen und Hausgemeinschaften deutlich ausgeweitet werden. weiterlesen »

GRÜNE: Hiltrup braucht Alternativen zur Heimunterbringung

Harald WölterDie GRÜNEN kritisieren die Forderung der SPD nach einem weiteren Ausbau der Heimplätze in Hiltrup als sozialpolitisch völlig überholt. Bereits heute verfügt Münster im Landes- wie auch Bundesvergleich über ein überdurchschnittlich hohes Angebot an Heimplätzen. In Hiltrup ist das Angebot gemessen an der Einwohnerzahl sogar am höchsten. „Die meisten Menschen wollen hingegen im vertrauten Wohnumfeld leben bleiben und nicht in ein Heim umziehen, wenn sie pflegebedürftig werden. Wir brauchen daher  auch Alternativen zur Heimunterbringung für Menschen, die eine umfassende Pflege benötigen und weiterhin in der eigenen Häuslichkeit leben wollen“, so der GAL-Ratsherr Harald Wölter. weiterlesen »

Pflegenotstand auch im Münsterland

Am 07. September war Maria Klein-Schmeink im Kreis Steinfurt unterwegs. Dort nahm sie an Fachgesprächen der Diakoniestation Lienen und des Betreuungszentrums St. Arnold in Neuenkirchen teil. Gegenstand der Gespräche waren die bundesweit problematischen Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals, die auch im Münsterland deutlich spürbar sind. weiterlesen »

Grüne zur Pflegeplanung: Münster braucht individuelle Hilfen sowie quartiersbezogene Wohn- und Pflegeangebote

„Ziel der kommunalen Pflegeplanung muss die Abkehr von einem weiteren Ausbau von großen (Spezial)-Einrichtungen sein. Was die Menschen mit Pflegebedarf wollen, sind individuelle Unterstützungsangebote für das Leben zu Hause oder quartiersbezogene Wohn- und Pflegeangebote, die auch eine umfassenden Pflege sicherstellen“, begründet Harald Wölter, grünes Mitglied im Sozialausschuss, einen Änderungsantrag seiner Fraktion. weiterlesen »

“Weil es um unsere Kinder geht!” Was muss besser werden in der Tagespflege? Grüne KiBiz-Veranstaltung am 20. Mai 2014 um 18.00 Uhr

Fragen der Öffnungszeiten, der Gruppengröße wie auch der sprachlichen Bildung bewegen Eltern wie auch Beschäftige im Kita-Bereich. Welche Verbesserungen aktuell im 3. KiBiz-Änderungsgesetz geplant sind, wird Andrea Asch, Sprecherin für Familien- und Kinderpolitik der Grünen im Landtag NRW auf der grünen Veranstaltung „Weil es um unsere Kinder geht!“ am Dienstag, dem 20. Mai 2014 um 18.00 Uhr im Haus der Familie, Krummer Timpen 42, 48143 Münster darstellen. weiterlesen »

Möllers: Großtagespflegestellen gleich behandeln

GAL-Ratsfrau Jutta Möllers zu Besuch bei den Berghasen„Endlich hat sich eine Mehrheit gefunden, um den Topf für Mietkostenübernahme bei Großtagespflegestellen zu erhöhen. Jetzt können die Eltern, die ihre Kinder in einer Großtagespflegestelle betreuen lassen, hoffen, neben ihren Elternbeiträgen nicht auch noch die Mietkosten für die angemieteten Räumlichkeiten bezahlen“ freut sich GAL-Ratfrau Jutta Möllers über die Annahme ihres entsprechenden Antrag. weiterlesen »

Grüne: Münster braucht mehr als zwei Pflegestützpunkte

Darum hätten die Grünen im Sozialausschuss den Antrag gestellt, schon während der Erprobungsphase einen weiteren Pflegestützpunkt einzurichten und dabei die Idee eines mobilen Stützpunktes mit einzubeziehen. „Wir halten die Einrichtung von nur zwei Pflegestützpunkten in Münster für unzureichend. Die in Münster mit den Kassen erzielte Regelung fällt nämlich noch hinter die für Nordrhein-Westfalen geschlossene Rahmenvereinbarung zurück, die deren drei je kreisfreie Stadt vorsieht, begründet Wölter den von seiner Fraktion gestellten Änderungsantrag. Erfreulicherweise hätten sich alle Ausschussmitglieder diesem Antrag anschließen können.

Grüne: Kindertagespflege aufwerten

In Münster verdienten zwar die ausgebildeten Tagespflegepersonen mit vier Euro pro Kind pro Stunde (die ohne besondere Ausbildung 2,00 €) mehr als der Bundesdurchschnitt mit weniger als drei Euro pro Kind pro Stunde. Aber es müsste doch jedem klar sein, dass bei diesem Niedriglohn keine weiteren Abzüge vorgenommen werden dürften, so Möllers. Dies gelte auch, wenn die Stadt Münster die Kosten der Tageseltern für Kranken- und Rentenversicherung trage. Möllers: „Wollen wir die U3-Betreuung ausbauen, so sind wir auf die Tagespflegepersonen angewiesen und müssen für diese Aufgabe werben. Das sei jedoch fast unmöglich; denn ein so niedriger Lohn verdeutliche die geringe Wertschätzung, die dieser wichtigen Aufgabe – Kinder zu erziehen, zu bilden und zu betreuen- entgegengebracht werde. „Das Hauptproblem an dem ehrgeizigen Plan von Familienministerin von der Leyen, die Kinderbetreuung bis 2013 massiv auszubauen ist nämlich, dass dieses Vorhaben katastrophal unterfinanziert ist. Wer will schon in der Kindertagespflege arbeiten, wenn der Stundenlohn bei durchschnittlich 3,00 Euro pro Kind liegt? fragt sich Möllers, die darauf hinweist, dass dies allerdings auf Folge der Politik auf Bundesebene sei und von den Kommunen nicht ausgeglichen werden könne.

Grüne: Hausgemeinschaften älterer und pflegebedürftiger Menschen nicht nur in Münster in Gefahr

Im Rahmen der zweitägigen Anhörung im nordrhein-westfälischen Landtag zumWohnen- und Teilhabegesetz hätten viele Sachverständige darauf hingewiesen, dass mit den geplanten Regelungen auch ein Großteil der ambulanten Wohnformen für ältere und pflegebedürftige Menschen unter das neue Heimgesetz fallen würde. Dies wäre das Aus für die in Münster so beispielhafte entwickelte Form der Hausgemeinschaften, sieht Klein-Schmeink diese in Gefahr.Die Grünen befürchten, dass zukunftsweisende Konzepte wie das Wohnen mit Versorgungssicherheit oder gemeinschaftliche Wohnprojekte wegen der restriktiven Vorgaben des Heimgesetzes kaum noch gelebt werden können. Dies hemmt die Entwicklung neuer Wohn- und Pflegeformen, die es pflegebedürftigen Menschen ermöglicht, in den eigenen vier Wänden selbstbestimmt zu leben, begründet Harald Wölter, grünes Mitglied im Sozialausschuss die Forderung nach deutlichen Verbesserungen des Entwurfs.Änderungsbedarf sehen die Grünen auch in einer Reihe weiterer Punkte. So gebe es zum Beispiel entgegen vollmundiger Ankündigungen bei der Mitwirkung der Heimbewohnerinnen und -bewohner sogar deutliche Einschränkungen gegenüber dem jetzigen Stand, da künftig eine Mitbestimmung bei wirtschaftlichen Fragen nicht mehr vorgesehen sei. Die Rechte der älteren Menschen einzuschränken statt auszubauen gehe nun gar nicht, heißt es in der Pressemitteilung der Grünen abschließend.

Weiterentwicklung und Verbesserung der häuslichen Pflege in Münster – Hier: Hilfen für Demenzkranke und ihre Angehörigen

Weiterentwicklung und Verbesserung der häuslichen Pflege in Münster

Hier: Hilfen für Demenzkranke und ihre Angehörigen

Der Rat möge beschließen:1. Zur Weiterentwicklung der kommunalen Alten- und Pflegepolitik erarbeitet die Verwaltung unter Einbeziehung bereits bestehende Angebote ein Konzept zur Verbesserung der Betreuungs-, Unterstützung- und Pflegeangebote zur Unterstützung der häuslichen und ambulanten Pflege. Schwerpunkte sollen liegen beia) Angeboten für Demenzerkrankte und deren Angehörigeb) der Schaffung kleiner sozialer Netzwerkec) der Weiterentwicklung von Angeboten in der Übergangspflege2. Folgende Eckpunkte sollen bei diesem Gesamtkonzept mit einbezogen werden:

  • Die Angebote sollen grundsätzlich auf die Wünsche, Bedürfnisse und Kompetenzen der Angehörigen und Erkrankten ausgerichtet sein. Sie sollen :
  • für pflegende Angehörige und Erkrankte zielgruppenorientiert sein;
  • Angehörige wirkungsvoll entlasten und in ihrer Selbstpflege unterstützen;
  • für Erkrankte an den vorhandenen Fähigkeiten ansetzen;
  • Lücken in der ambulanten Versorgung aufgreifen;
  • eingebettet sein in ein Netzwerk unterschiedlicher Hilfen;
  • unterschiedliche Zugangswege ermöglichen;
  • fachlich qualifiziert sein;
  • vielfältige Formen der Zusammenarbeit fördern.

Alle Angebote orientieren sich somit an den Leitlinien für Angebote zur Beratung und Unterstützung von Demenzkranken und ihren Angehörigen wie sie von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Alten- und Angehörigenberatung e.V. entwickelt wurden.Zudem sollen Überlegungen zur Weiterentwicklung und Ausbauder Angebote der geriatrischen Rehabilitation sowieUnterstützung der Selbsthilfeinitiativen und Ausbau der Beteiligungsformen

einbezogen werden.Die Bandbreite der Unterstützungsangebote umfasst verlässliche Strukturen für die Tagespflege und Kurzzeitpflege, sowie auch kleinere Maßnahmen wie „Stundenweise kurzfristig abrufbare Hilfen, Betreuungsgruppen, Entlastungstage und ehrenamtliche Unterstützungsdienste, niedrigschwellige offene Angebote wie Angehörigen-Cafes oder – gesprächsgruppen.Die Betreuungsangebote sollen wo möglich stadtteilorientiert bzw. wohnquartiersbezogen entwickelt bzw. ausgebaut werden.3. Die Förderung der Mobilen Alten- und Behindertenhilfe e.V. wird weiter fortgesetzt. Darüber hinaus gilt es auch für andere Stadtteile eine Angebots- und Strukturentwicklung voranzubringen. Hierbei sollen die Konzepte und Erfahrungen aus dem Modellprojekt Psychosoziale Hilfen für Pflegebedürftige und von Pflegebedürftigkeit bedrohte ältere Menschen, sowie des Projektes LichtBlick des Alexianer-Krankenhauses mit einbezogen werden.4. Unter Einbeziehung der Erfahrungen aus laufenden Ansätzen (z.B. Gerontopsychiatrische Beratungsstelle, Alzheimer Gesellschaft e. V.) werden gemeinsam mit vor Ort tätigen Trägern und bürgerschaftlichen Strukturen (Kirchengemeinde etc.) stadtteil- und quartiernahe Unterstützungs- und Entlastungsstrukturen entwickelt. Hierbei ist es wichtig auf eine stadtweite Koordination und Vernetzung zu achten.5. Weiterhin werden Möglichkeiten zur fachlichen Unterstützung und Begleitung ehrenamtlicher HelferInnen weiterentwickelt (Beratungs-, Supervisions- und Fortbildungskonzept).6. Zur Finanzierung der Weiterentwicklung und der Schaffung neuer Angebote und Hilfen für Demenzerkrankte sind insbesondere die Leistungen der Pflegekassen nach dem Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz und der in diesem Zusammenhang durch das Land bereitgestellten Mittel für die Weiterentwicklung der komplementären ambulanten Hilfen für Demenzerkrankte in Anspruch zu nehmen. Zudem besteht ein Modellprogramm zur „Verbesserung der Betreuung und Begleitung dementiell erkrankter alter Menschen „bei der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW worüber Modellprojekte gefördert werden können. Darüber hinaus sind für Projektphase und weitergehende Fördernotwendigkeiten bei dem Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur auch die Möglichkeiten einer Förderung u.a. über örtliche Stiftungen zu überprüfen.7. Zur Weiterentwicklung des Wohn- und Pflegeangebotes insbesondere für den Personenkreis der demenzerkrankten Menschen unterstützt und fördert die Stadt Münster die Schaffung weiterer Hausgemeinschaften für diesen Personenkreis.8. Die Stadt Münster unterstützt Träger bei der Entwicklung neuer Konzepte zur Betreuung von demenzerkrankten Personen in der stationären Pflege.Begründung:Die Verbesserung der Betreuung und Begleitung dementiell erkrankter alter Menschen ist eine übergreifende und dringliche sozialpolitische Aufgabe. Über die Pflegeversicherung wird derzeit der Betreuungs- und Hilfebedarf nur unzureichend oder überhaupt nicht abgedeckt, da ein Grossteil der dementiell erkrankten Menschen keinen oder nur geringen pflegerischen Bedarf im Sinne des SGB XI haben, da der dort verankerte Pflegebegriff ausschließlich die somatische Pflege umfasst. Dem gegenüber benötigen altersverwirrte Menschen Hilfen bei der täglichen Begleitung.Die Bundesregierung geht – bei Beibehaltung des gesetzlich festgelegten Beitragssatzes von 1,7 v.H. – davon aus, dass für sinnvolle und notwendige Änderungen nur geringe finanzielle Spielräume bestehen. Der finanzielle Spielraum wird derzeit mit jährlich 260 Mio. Euro errechnet. Vor dem Hintergrund der begrenzten Mittel sieht das Pflegeleistungsergänzungsgesetz vor, die Mittel ausschließlich zur Unterstützung der Demenzerkrankten im häuslichen Bereich und zur Entlastung der pflegenden Angehörigen einzusetzen. Vorgesehen ist

  • die Gewährung zusätzlicher Hilfen der Pflegeversicherung von bis zu 460 Euro pro Jahr für die in Anspruchnahme von qualitätsgesicherten Betreuungsleistungen
  • Entwicklung neuer Versorgungskonzepte und Versorgungsstrukturen für Pflegebedürftige mit erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf, insbesondere dementiell erkrankten Menschen durch die Förderung
  • niedrigschwelliger Betreuungsangebote
  • Förderung von Modellprojekten
  • Diese werden zu jeweils 10 Mio. Euro durch die Pflegeversicherung sowie durch Land oder Kommunen finanziert. Das Land hat hierfür 2 Mio. Euro im Haushalt des MASQT bereitgestellt.
  • Ausbau der beratenden Hilfen im häuslichen Bereich durch zusätzliche Hausbesuche

Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW hat unterdessen ein Modellprogramm zur „Verbesserung der Betreuung und Begleitung dementiell erkrankter alter Menschen aufgelegt. Hierfür sollen 10 bis 12% der jährlichen Stiftungsmittel aufgewendet werden. Ausgehend von einer Summe in Höhe von rd. 50 Mio. DM, die jeweils in den letzten Jahren für die Stiftung bereitstanden, könnte dies jährlich ein Förderrahmen von ca. 2,5 Mio. Euro oder mehr sein.Über dieses Modellprogramm können Projekte gefördert werden die möglichst Vorbild- und Nachahmungscharakter besitzen. Dabei unterscheidet die Stiftung zwei Projektorientierungen:

  • „Bei denjenigen Projekten, bei denen es vorrangig um die Entwicklung neuer übergreifender Konzeptansätze geht – bspw. Die Entwicklung für neue oder andere Arbeitsansätze zur integrierten Betreuung im stationären Bereich – ist mit der Antragstellung die Umsetzungsperspektive für die Zeit nach der Modellphase darzustellen.
  • „Bei Projekten mit fachlich bedeutendem Zukunftswert steht die Abwägung des Erkenntnisgewinns im Vordergrund. Die dauerhaft gesicherte Finanzierbarkeit über die Projektphase hinaus steht dann nicht im Vordergrund.

Neben der Verbesserung des Angebotes für demenzerkrankte Menschen, die in der eigenen Häuslichkeit zusammen mit ihren Angehörigen leben, gilt es auch die Angebote für diesen Personenkreis in der stationären Pflege zu verbessern und auch neue Formen des Wohnens- und der Pflege zu fördern und auszubauen. Für altersdemente Personen haben sich die Hausgemeinschaften als eine geeignete Wohn- und Betreuungsform herausentwickelt. Diese i.d.R. für 6-8 Personen konzipierte Wohn- und Betreuungsform stellt eine geeignete Alternative zu den traditionellen Großeinrichtungen dar. In Münster sind bereits einige beispielhafte Angebote entstanden wie u.a. die Villa Hittorfstraße und die Villa Mauritz. Die Angebote gilt es weiterzuentwickeln.In den bestehenden stationären Einrichtungen gilt es gleichsam, die Betreuungssituation für Demenzerkrankte zu verbessern. Wenngleich es hierfür grundsätzlich auch der Verbesserung der Rahmenbedingungen bezüglich der Refinanzierung bedarf, die u.a. bundesrechtlich zu regeln sind, so gilt es, kommunalpolitisch die Entwicklung neuer Konzepte sowohl für zukünftige Angebote als auch für die Wandlung bestehender Einrichtungen zu unterstützen.Wie bereits in den Anträgen „Komplementäre ambulante Dienste sichern – kommunale Altenpolitik weiterentwickeln und „Neue Wohnformen für ältere und pflegebedürftige Menschen – Wohnprojektentwicklung und -beratung fördern dargelegt, die die GAL-Fraktion im Januar bzw. März 2000 vorgelegt hat, ist es für die Stadt Münster wichtig, Hilfen und Angebote zu entwickeln, die eine traditionelle stationäre Unterbringung vermeiden helfen und individuellere und bedarfsgerechte Angebote darstellen. Mit dem 2. Modernisierungsgesetz geht die Gesamtzuständigkeit für den Bereich der Pflege seit 2001 schrittweise auf die Kreise und kreisfreien Städte über. Ab 2004 haben die örtlichen Träger die alleinige Finanzverantwortung. Die Stadt Münster sollte sich dieser Aufgabe im Sinne der Betroffenen Bürger und Bürgerinnen rechtzeitig stellen.Mit den Angeboten des Gerontopsychiatrischen Zentrums im Clemens-Wallrath-Haus, den Betreuungsgruppen der Alzheimer Gesellschaft e.V. und der Pfarrgemeinde St. Ida, den Hausgemeinschaften Villa Hittdorf, Villa Mauritz, sowie Haus Witt, dem Modellprojekt Psychosoziale Hilfen für Pflegebedürftige und von Pflegebedürftigkeit bedrohte ältere Menschen sind in Münster gerade auch von Seiten der freien Träger in der Vergangenheit wichtige und richtige Schritte getan worden, die es nun für eine bedarfsgerechte Versorgung weiterzuentwickeln gilt. gez. Maria Klein-Schmeink
und Fraktion